Interview mit Dr. Valeria Schachinger

Es ist mir eine große Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass meine Tochter Dr. Valeria Schachinger seit Anfang November als ärztliche Partnerin unsere Praxis bereichert. Lesen Sie das Interview, um Frau Dr. Valeria Schachinger kennen zu lernen.

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Bitte beschreiben Sie Ihren Werdegang zur Ärztin für Allgemeinmedizin.

Ich habe nach der Matura eine Ausbildung zur Ayurveda Therapeutin in der Schweiz gemacht und wollte anschließend mit dem Medizinstudium beginnen, aber die Aufnahmeprüfungen haben mich abgeschreckt.

Stattdessen habe ich 2006 in Salzburg das Studium für Genetik begonnen. Ein sehr interessantes Studium, aber ich merkte bald, dass ich meine berufliche Zukunft nicht in einem Labor verbringen, sondern mit Menschen arbeiten möchte.

Also hab ich dann doch von 2008-2014 in Graz Medizin studiert und die Studienzeit auch genutzt, um viele Praktika im Ausland zu machen, u.a. in Taiwan, Hamburg, auf den Seychellen und in verschiedenen Krankenhäusern in Österreich.

2015 bis 2018 habe ich die Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin in Salzburg in verschiedenen Krankenhäusern absolviert. Und seit November 2018 darf ich hier in der Ordination im Haus der Gesundheit als ärztliche Partnerin meines Vaters mein Wissen in Richtung Komplementärmedizin erweitern und anwenden.

Was motiviert Sie dazu, in einer komplementärmedizinisch ausgerichteten Allgemeinpraxis zu arbeiten?

Das ist ein Thema, über das ich jetzt stundenlang reden könnte. Im Großen und Ganzen finde ich, dass sich die Medizin mit dem Wandel der Zeit mitentwickeln muss. Viele Patienten leiden an Erkrankungen oder haben Beschwerden, die der heutige „Lifestyle“ mit sich bringt und sie finden im Krankenhaus oder in schulmedizinischen Praxen oft kein Gehör und keinen Weg zur Besserung. Dafür bedarf es einfach einer ganzheitlichen Medizin, und das ist es, jetzt sehr minimalistisch zusammengefasst, was mein Vater schon seit vielen Jahren anbietet. Ich habe gesehen wie vielen Menschen er damit geholfen hat.

Die Schulmedizin gibt es Gott sei Dank sowieso, aber ich denke, es ist auch sehr wichtig, dass es mehr gute Komplementärmediziner gibt.

Ihre Interessensgebiete in der Medizin? Privat?

Mein größtes Interessensgebiet ist, die Patienten, egal welchen Alters, dabei zu unterstützen, wieder mehr Bezug zu sich selbst zu bekommen und ihnen auf diesem Weg näher zu bringen, dass sie selbst den größten Einfluss auf die Erhaltung ihrer Gesundheit haben.

Als Ayurveda Therapeutin und Tochter eines Ayurveda Arztes habe ich persönlich natürlich die beste Erfahrung mit Maharishi Ayurveda und habe gesehen, dass diese Lehre eine der umfassendsten ist.

Privat halte ich mich am liebsten an der frischen Luft, besonders gern in den Bergen, auf. Deshalb auch ein weinendes Auge, da in Ried die Berge leider etwas rar sind.

Was sind Ihre beruflichen Ziele?

Im Moment versuche ich meine Ziele eher kurzfristig zu stecken. Vorerst arbeite ich daran, die Umstellung vom Krankenhaus auf eine komplementärmedizinische Praxis gut zu meistern und einen guten Mittelweg zwischen Komplementär- und Schulmedizin zu finden. Und ich möchte im kommenden Jahr meine Ayurveda Ausbildung vertiefen und das orthomolekulare Medizin Diplom abschließen.

Zu einem der ferneren beruflichen Ziele zählt sicher auch, die Ordination nach Salzburg zu erweitern.

Wie schwierig ist für Sie die Zusammenarbeit in einem Familienbetrieb?

Dazu kann ich aktuell noch gar nicht so viel sagen. Bis jetzt haben sich noch keine Schwierigkeiten ergeben.

Ich finde es schön, dass so viele Familienmitglieder in dem Betrieb arbeiten. Um Reibereien zu vermeiden, ist eine offene Kommunikation das Wichtigste. Wie gut die Zusammenarbeit langfristig funktioniert, wird sich weisen, aber ich habe da keine großen Bedenken.