Was bedeuten meine Laborwerte?

Folge 2: CRP, der Entzündungsmarker

CRP ist die Abkürzung für C-reaktives Protein. Dieser Eiweißstoff wird vom Körper als Botenstoff gebildet, wenn eine Entzündung im Gang und das Immunsystem aktiviert ist. CRP ist ein zuverlässiger Indikator für entzündliche Prozesse und gehört somit zu den wichtigsten Entzündungsparametern.

Aufgaben von CRP

CRP regt die Immunabwehr gegen Erreger an, indem es Fresszellen aktiviert, die Bakterien oder andere krankheitsverursachende Substanzen „verschlingen“ und dadurch aus dem Verkehr ziehen.

CRP Bestimmung

CRP wird aus dem Blut bestimmt. Dafür reichen schon kleine Mengen, die man auch durch Stechen der Fingerbeere gewinnen kann.

Was bedeuten meine Laborwerte?

Wann ist CRP erhöht?

CRP ist beim gesunden Menschen, der keine Entzündungsprozesse im Körper hat, auf 0. Sobald Entzündungen auftreten, steigt der CRP-Wert an. Je höher der CRP-Wert steigt, umso schwieriger wird es für den Körper, eine Entzündung ohne Medikamente oder andere medizinische Maßnahmen zu besiegen. Stark erhöhte CRP-Werte treten typischerweise bei bakteriellen Infektionen, bei entzündlichen Schüben rheumatischer Erkrankungen und bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen auf. Ein Abnehmen des CRP-Wertes bei Kontrolluntersuchungen zeigt an, dass eine Behandlung angeschlagen hat.

Stumme Entzündung

Leichte, dauerhaft erhöhte CRP-Werte zeigen eine stumme Entzündung im Körper an. Diese chronische Entzündung bedeutet im Zusammenhang mit erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes, dass ein hoher Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod vorliegt.

Antibiotikum oder nicht – das ist hier die Frage

Viele Patienten kommen mit der Frage in unsere Praxis, ob bei einem Infekt ein Antibiotikum notwendig ist oder nicht. Um die Frage zu beantworten, messen wir den CRP-Wert. Ein leicht erhöhter CRP-Wert zeigt an, dass der Körper den Infekt ohne Antibiotikum, zum Beispiel mit Unterstützung von pflanzlichen Mitteln beherrschen kann. Ein sehr hoher CRP-Spiegel zeigt an, dass eine antibiotische Therapie wahrscheinlich die bessere Wahl ist.

Senkung chronisch erhöhter CRP-Spiegel

Eine chronische leichte CRP-Erhöhung deutet auf stumme Entzündung hin. Es ist in dieser Situation wichtig, durch natürliche Maßnahmen das Immunsystem zu stärken, um einer Katastrophe durch schwere Herz- Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Als CRP senkende Maßnahmen gelten viele pflanzliche Mittel aus der Ayurveda-Medizin (Weihrauch, Myrrhe, Mumijo (Shilajit oder Steinteer)), Gewichtsreduktion, körperliche Bewegung, Nichtraucher sein und die Einnahme von Omega 3- Fettsäure haltigen Ölen wie Leinöl, Hanföl oder Fischöl.

Die Messung von CRP bei Akutpatienten und im Routinelabor gibt also wichtige Aufschlüsse darüber, ob akute oder chronische Entzündungen im Körper vorliegen, welche Behandlungen sinnvoll sind und ob eine eingeschlagene Behandlung erfolgreich ist.