Wechseljahre – ein behandelbares Schicksal

„Das, was ich früher leisten konnte, kann ich jetzt einfach nicht mehr schaffen! Ich schlafe nicht erholsam, kann nur schwer ein- oder durchschlafen, leide unter Hitzewallungen, bin oft untertags müde und nicht gut drauf, kleine Belastungen machen mir schon große Sorgen!“ Diese und weitere Beschwerden wie Gewichtszunahme bei unveränderter Ernährung, Ängste mit Herzunruhe, reduziertes Selbstwertgefühl, Libidoverlust, schnell alternde Haut oder Trockenheit von Haut und Schleimhäuten machen vielen Frauen im Alter über 45 Jahren (und Männern ein paar Jahre später) das Leben schwer.

Wechseljahre

Inzwischen ist die Behandlung von Patientinnen mit Beschwerden der Wechseljahre einer der wesentlichen Schwerpunkte in unserer Praxis. Ein großer Prozentsatz der Frauen ab 45 leidet unter Störungen, die ganz wesentlich von der altersbedingten Änderung im Hormonhaushalt mitverursacht werden. Unsere Therapie dieser Beschwerden ist deswegen so erfolgreich, weil wir wirkungsvolle Maßnahmen aus Naturheilkunde und Schulmedizin kombinieren.

Die Beschwerden der Wechseljahre sind bei verschiedenen Frauen unterschiedlich ausgeprägt. Man kann jedoch eindeutig feststellen, dass belastende und stressvolle berufliche und private Situationen diese Leidenszustände wesentlich verstärken. Eine Therapie der Gesundheitsstörungen der Wechseljahre kann nur dann dauerhaft wirksam sein, wenn Gleichgewicht in Seele, Geist und Körper gleichzeitig angestrebt wird.

Ausgangspunkt der Therapie ist eine exakte Diagnostik: durch eine Blutabnahme können Mängel an Hormonen, Vitaminen und Spurenelementen aufgedeckt werden. Die ayurvedische Pulsdiagnose ist Grundlage dafür, funktionelle Störungen im Geist-Körper-System zu lokalisieren. Aufgrund von Anamnese, Laboranalyse und funktioneller Diagnostik kann dann ein integrativer Therapieplan entwickelt werden. Folgende Elemente können in dieser Behandlung enthalten sein:

  • Milde ausleitende Therapien, um belastende Stoffwechselschlacken zu beseitigen und eventuell auch das Gewicht zu normalisieren. Diese Therapien stammen aus der Ayurvedamedizin und können zum Teil sowohl zu Hause als auch bei uns in der Praxis angewendet werden;
  • Ausgleichende pflanzliche Nahrungsergänzungen aus der Ayurvedamedizin, die sofort lindernd wirken;
  • Verordnung der wichtigsten Spurenelemente und Vitamine, wenn im Blutbefund Defizite entdeckt werden;
  • Transzendentale Meditation und Hormonyoga zum Ausgleich von Körper, Geist und Seele;
  • Lebensordnung mit regelmäßigen Mahlzeiten, Bewegungseinheiten und Schlafens-zeiten;
  • Spezialtherapien wie ayurvedische Reinigungskuren (Pancha Karma) oder Aderlass bei bestimmten Indikationen;
  • Anwendung von bioidentischen Hormonen.

 

Für viele Patientinnen ist die Behandlung mit sogenannten bioidentischen Hormonen eine große Hilfe. Viele Menschen zweifeln erst einmal, ob sie überhaupt eine Hormonbehandlung akzeptieren wollen – Hormone sind doch schlecht! Oder?

Ein Leben ohne Hormone ist nicht möglich. Von Geburt bis zum Tod jedes Menschen sind Hormone die wichtigsten Botenstoffe unseres Körpers, die zwischen Geist, Emotionen, Organen und Körpergeweben Informationen austauschen. Mit den Lebensjahren wird die Menge an Hormonen im Körper geringer und dadurch reduziert sich auch die Vitalität. Die Beschwerden der Wechseljahre hängen sehr stark mit einem plötzlichen Einbruch der Hormonproduktion in den Keimdrüsen zusammen.

Wenn in früheren Zeiten Frauen die Wechseljahre überleben konnten, war es ihnen oft möglich, im höheren Lebensalter ein beschaulicheres Leben zu führen. Heutzutage muss man bis zum Pensionsantritt voll arbeiten – und das oft mit einer Hormonausstattung, die für große körperliche Leistungen nicht mehr ausreichend ist.

Bioidentische Hormone werden aus der Yamswurzel hergestellt. Sie heißen deswegen so, weil sie zu 100 % identisch sind mit den körpereigenen Hormonen. Der Körper kennt also diese Substanzen seit Geburt. In der richtigen Dosierung angewendet, können sie keine Nebenwirkungen verursachen.

Bioidentische Hormone können eingesetzt werden, wenn bei der Blutanalyse ein großes Hormondefizit festgestellt wird und gleichzeitig auch große Mangelbeschwerden bestehen. Je nachdem, ob Schlafstörungen, Hitzewallungen, Trockenheit, Libidoverlust, Gewichtszunahme oder Leistungseinbuße im Vordergrund stehen, werden die verschiedenen bioidentischen Hormone individuell zusammengestellt. Sie werden in niedriger Dosierung vor allem in Form von Spezialsalben über die Haut in den Körper eingebracht und beseitigen rasch die schlimmsten Mangelerscheinungen. Viele Patientinnen erleben, wie innerhalb von Tagen Schlafstörungen oder Hitzewallungen verschwinden und das Leben wieder lebenswert wird.

Ich werde immer wieder gefragt, ob man diese Hormone dann bis zum Lebensende nehmen muss. Die meisten Anwenderinnen lernen sehr schnell, mit den Hormonsalben im Alltag umzugehen. Sie können in entspannteren Lebenssituationen die Dosis der bioidentischen Hormone reduzieren oder die Anwendung pausieren. Bei Beschwerdefreiheit kann man auch ganz mit den bioidentischen Hormonen aufhören. Das heißt also, dass die Dauer und Intensität der Anwendung der bioidentischen Hormontherapie abhängig ist von der Dauer und Intensität der subjektiven Beschwerden.

Dieses Thema ist wirklich interessant und kann nicht in ein paar Zeilen ausreichend abgehandelt werden.

Ich lade Sie herzlich ein, am Dienstag, 19. September um 20.00 Uhr zu uns ins Haus der Gesundheit zu kommen. Ich werde im Rahmen des Vortrags „Wechseljahre – ein behandelbares Schicksal“ alle Ihre Fragen beantworten.

Sollten Sie diesen interessanten Vortragsabend versäumen, können Ihnen meine Mitarbeiterinnen einige grundlegende Informationen auch über Telefon (07752 86622) vermitteln.

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