Ayurvedische Tipps für Schüler, Studenten und Pädagogen | Teil 1

Die Schule hat wieder überall begonnen, auch die Universitäten starten demnächst mit dem Vorlesungsbetrieb. Machten sich früher Eltern, Schüler und Studenten zu diesem Zeitpunkt Gedanken über Gedächtnis und Lernfähigkeit, kommt jetzt eine neue Dimension dazu. Mehr denn je geht es auch um ein starkes Immunsystem und darum, Ängste und depressive Verstimmungen zu beherrschen, die bei Jugendlichen durch die Corona-Pandemie massiv zugenommen haben.

Ayurvedische Tipps für Schüler, Studenten und Pädagogen

Die aktuelle Situation ist nicht nur für Schüler und Studenten schwierig. Alle Lehrer, Professoren und Pädagogen stehen vor äußerst ungewöhnlichen und schwierigen Aufgaben, die sie zur Gänze fordern.

Als „Wissenschaft vom Leben“ bietet Maharishi Ayurveda viele Möglichkeiten, Gedächtnis, Durchhaltevermögen, Stimmung und Immunität zu verbessern.

Gedächtnis

Von allen Lernenden wird erwartet, dass sie ihr Wissen vermehren. Dazu ist ein gutes Gedächtnis notwendig. Die ayurvedischen Texte beschreiben drei Aspekte von Gedächtnis (Medhya), die als Dhi, Dhriti und Smriti bezeichnet werden. Dhi ist der Intellekt, der Wichtiges von Unwichtigem unterscheidet. Er ist für die effiziente Aufnahme von Neuinformationen zuständig. Dieses neue Wissen muss in unserem Geist-Körper-System gut bewahrt werden. Dafür ist „Dhriti“ zuständig. Die Fähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Information abzurufen, heißt Smriti. Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren ergibt gutes Gedächtnis und Weisheit (Medhya).

Jeder Mensch hat laut Ayurveda die Möglichkeit, Medhya zu verbessern. Die Bedeutung von Medhya schließt auch die Reinheit einer Persönlichkeit mit ein. Wer sich also ständig mit Negativität beschäftigt oder einen aus ayurvedischer Sicht unreinen Lebensstil pflegt, wird auch beim Gedächtnis Abstriche in Kauf nehmen müssen.

Die Qualität unseres Gedächtnisses hängt also laut Ayurveda nicht nur davon ab, dass man sich mit Informationen auseinandersetzt, sondern auch ganz wesentlich davon, dass man durch richtige Ernährung und einen passenden Bio-Rhythmus den Behälter für das Gedächtnis, Körper und Gehirn, fit hält.

Ruhepausen

Jeder Schüler, Student und Pädagoge hat erfahren, wie wohltuend die Ferien sind. Der Stresspegel hat nachgelassen, die Belastungen des letzten Schuljahres sind verarbeitet. Auf der „Festplatte“ Gehirn ist wieder Platz für Neues.

Nach jeder Phase von Aufnahme neuer Information ist eine Ruhephase notwendig, in der diese Informationen verarbeitet und assimiliert werden. Das funktioniert genau gleich wie Muskelaufbau: durch das Training wird ein Wachstumsreiz in der Muskulatur gesetzt, das Muskelwachstum jedoch findet in den Pausen zwischen den Trainingseinheiten statt. Deswegen ist auch für die Zunahme von Wissen das Gesetz von Ruhe und Aktivität von entscheidender Bedeutung. Damit neues Wissen gefestigt werden kann, sind Ruhepausen absolut notwendig.

Die Kunst der Pause

Die menschlichen Bio-Rhythmen laufen in 90 Minuten-Intervallen ab. In der Schule wird das durch Pausen zwischen den Unterrichtseinheiten berücksichtigt. Diese sind auch für die Lerneinheiten zuhause notwendig. Bei sitzender Tätigkeit ist es ideal, wenn in der Pause etwas körperliche Aktivität stattfindet. Schon wenige Schritte, Kniebeugen, Liegestütze oder Ballberührungen reichen, um dem lernenden Gehirn die nötige Pause zu verschaffen. Derartige Bewegungspausen sollten alle 45 bis längstens 90 Minuten zwischen Lerneinheiten eingeschoben werden.

Genauso wichtig wie diese kurzen Pausen sind längere Pausen für (Transzendentale) Meditation, Mahlzeiten und ausreichend Nachtschlaf.

Störungen meiden

Aus der Sicht des Ayurveda ist für den Lernprozess wichtig, dass die Aufmerksamkeit nicht geteilt wird. Ideal dafür ist eine ruhige Umgebung, in der es nicht zu viele Ablenkungen gibt. Musik als Hintergrundgeräusch sollte deswegen beim Lernen unbedingt vermieden werden. Während der Lernpausen sind kurze Bewegungseinheiten wesentlich besser als Computerspiele, Fernsehen oder Engagement in sozialen Medien. Damit wird das Gehirn zusätzlich belastet und kann wesentlich schwerer die Informationen verarbeiten, die beim Lernen „gefüttert“ werden.

Zusammenfassung

Gutes Gedächtnis ist nicht unbedingt angeboren. Es kann durch den richtigen Lebensstil mit ausreichend Pausen und eine passende Ernährung mit Vermeiden von Zwischenmahlzeiten und Zucker im Übermaß gefördert werden. Mehr darüber in 2 Wochen.

In 2 Wochen lesen Sie, wie Ängste und Stress abgebaut werden können und das Immunsystem gestärkt werden kann. Ayurvedische und orthomolekulare Nahrungsergänzungen können eine zusätzliche Unterstützung sein.