Guter Schlaf – die Wirkung von bioidenten Hormonen

„Herr Doktor, ich habe jetzt alles gemacht, was Sie mir empfohlen haben, und kann trotzdem nicht schlafen! Nachdem ich mit meinen Kräutertabletten und Ölmassagen begonnen hatte, war mein Schlaf einige Wochen besser, aber jetzt ist er wieder fast so schlecht wie vor Beginn der Behandlung.“

Vor allem während der Wechseljahre und bei Erschöpfungszuständen kommt es immer wieder vor, dass natürliche Maßnahmen zur Verbesserung des Schlafs nicht dauerhaft wirken. In solchen Situationen kommen uns Maßnahmen, die durch die Erforschung der hormonellen Beeinflussung des Schlafmusters bekannt wurden, zu Hilfe.

Weithin bekannt ist die schlaffördernde Wirkung des Hormons Melatonin. Vor allem bei Fernreisen, die mit einer Änderung des Schlafrhythmus durch den sogenannten „Jetlag“ einhergehen, gilt Melatonin als Geheimtipp zur Wiederherstellung eines angepassten Schlafmusters.

Melatonin ist ein Hormon, das der Körper in der Zirbeldrüse bildet. Dieses Hormon löst einen erholsamen Schlaf aus. Es kann im Körper bei Dunkelheit aus seinem Gegenspieler, dem Tages- und Glückshormon Serotonin, hergestellt werden.

Was sind Hormone?

Hormone sind Botenstoffe, die von speziellen Drüsen oder Nervenzellen gebildet werden. Sie werden über Blut und Lymphe im ganzen Körper verbreitet und sind Träger von spezifischen Informationen. Jede Zelle im Körper hat sogenannte „Rezeptoren“, an denen Hormone andocken und dadurch die Zelle zu bestimmten Aktivitäten stimulieren. So bewirkt das Hormon Insulin, dass Zucker gespeichert wird, das Schilddrüsenhormon Thyroxin, dass Stoffwechselaktivitäten angekurbelt werden, Testosteron, dass Energie freigesetzt wird (bei Mann und Frau!), Progesteron, dass Ruhe und Regeneration eintreten.

Ein Leben ohne Hormone ist völlig unmöglich. Ohne Hormone kann der Körper keine einzige Minute überleben.

In der Blüte des Lebens, zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, haben wir die größte Menge an Hormonen im Blut. Der Alterungsvorgang und chronischer Stress bewirken ein allmähliches oder sogar plötzliches Absinken der meisten Hormone. Dadurch kommt es zu zunehmendem Ungleichgewicht im Körper. Bei einem gesunden Menschen sind die Hormone in Balance – wie ein Mobile, das im Gleichgewicht ist. Stress, einseitige Belastung, die Wechseljahre und der Alterungsprozess führen dazu, dass Hormone, die wir zur Regeneration und für erholsamen Schlaf brauchen, schneller aufgebraucht werden und dadurch nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen.

Hormonersatz mit human- oder bioidenten Hormonen

Einen Mangel an Hormonen kann man bei Beschwerden der Wechseljahre, bei Erschöpfungszuständen, Depressionen und vorzeitigen Altersbeschwerden durch einen Bluttest untersuchen. Dabei kann man feststellen, ob eines oder mehrere der lebenswichtigen Hormone in einem Ausmaß verringert ist, das Beschwerden verursacht. Auf Grund des Blutbefundes und des Beschwerdebildes kann man feststellen, ob der Ersatz eines oder mehrerer dieser Hormone zu besserer Regeneration und Schlaf beitragen können.

Herr Doktor, nur ja keine Hormone!

In der modernen Medizin wurden viele Jahre hormonähnliche Substanzen unter den Titel „Hormone“ als Medikamente verwendet. Forschungen haben gezeigt, dass durch diese Irreführung des Körpers nicht nur die angestrebte Verjüngung ausblieb, sondern auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, durch diese Medikamente deutlich höher war. Solche hormonartigen Medikamente, zu denen auch die Antibabypille und die Hormonspirale gehören, können erhebliche Nebenwirkungen haben und sollten, wenn überhaupt, nur kurzfristig eingesetzt werden.

In unserer Praxis werden bei Beschwerden der Wechseljahre, Erschöpfungszuständen und Schlafstörungen ausschließlich sogenannte bioidente oder humanidente Hormone empfohlen und eingesetzt. Diese Hormone entsprechen zu 100 % den körpereigenen Hormonen und haben bei einer Dosierung, die den vom Körper hergestellten Mengen entspricht, absolut keine schädlichen Nebenwirkungen.

Bioidente Hormone für guten Schlaf

Zu den Hormonen, die für gesunden Schlaf wichtig sind, gehören vor allem das oben erwähnte Melatonin und das Nesthormon Progesteron. Von Natur aus haben Frauen einen höheren Progesteronspiegel als Männer. Dieser kann jedoch durch die Wechseljahre, durch Stresszustände oder auch über Verdrängung durch Pille und Hormonspirale drastisch reduziert sein und einen gesunden Schlaf unmöglich machen.
Auch bei Männern kann durch chronischen Stress und den Alterungsprozess das Hormon Progesteron, das für Schlaf und Regeneration des Gehirns unerlässlich ist, drastisch reduziert sein.

Progesteron und Melatonin bei hartnäckigen Schlafstörungen

Wir haben in unserer Praxis zusammen mit der „Alten Stadtapotheke Ried“ eine Salbe entwickelt, die als Trägersubstanz für Progesteron und Melatonin verwendet wird. Bei hartnäckigen Schlafstörungen kann aufgrund der gemessenen Blutwerte festgestellt werden, ob eines dieser Hormone in einem bestimmten Ausmaß fehlt. Durch Auftragen einer progesteron- und/oder melatoninhaltigen Salbe kann dieses Defizit beseitig werden und ein gesunder Schlafrhythmus unterstützt werden. Dies ist eine sehr sanfte und nachhaltige Methode, um auch jahrelang bestehende schwere Schlafstörungen wieder zufriedenstellend in den Griff zu bekommen.

Keine Hormonsalbe ohne Änderung des Lebensstils

Für die nachhaltige Verbesserung des Schlafs ist aber nicht nur die Anwendung der individuell dosierten „Schlafsalbe“ wichtig, sondern auch die Beseitigung anderer Ursachen und Störungen, die zum schlechten Schlaf geführt haben.

Hier sind individuelle Empfehlungen aus den 5 Säulen der Gesundheit Entspannung, Bewegung, Ernährung, Entschlacken und Lebenssinn von entscheidender Bedeutung.
Gesunder erholsamer Schlaf ist für Vitalität und ein langes beschwerdefreies Leben von essentieller Bedeutung.

Guter Schlaf ist Ihr Geburtsrecht! – Gerne beraten wir auch Sie!