Hormonelle Verhütung

Hormonelle Verhütung: Warnung vor ernsthaften Nebenwirkungen

Die Anwendung der hormonellen Verhütung, die mit der Erfindung der Pille Anfang der 1960er Jahre ihren Siegeszug über die ganze Welt begann, wird nach wie vor sehr unkritisch und beinahe ohne Einschränkungen von Frauenärzten empfohlen. Neben den zweifellos angenehmen Wirkungen der Pille wie regelmäßiger und leichter Zyklus, Verhinderung von Akne und sicherer Empfängnisschutz, kommen immer mehr ungünstige Auswirkungen zutage. Neue Studien belegen, dass Anwenderinnen der Pille häufiger unter Depressionen leiden und ein mehrfaches Suizidrisiko haben als Frauen, die keine künstlichen Hormone benutzen.

Hormonelle Verhütung: Warnung vor ernsthaften Nebenwirkungen
Besonders große Gefahr bei jungen Anwenderinnen

Diese ungünstigen Auswirkungen treten vor allem auch bei jungen Anwenderinnen und zum Teil schon kurze Zeit nach Beginn der hormonellen Kontrazeption auf. Die Studien zeigen auch, dass kaum ein Unterschied zwischen Pille, Hormonring, Hormonspirale, Hormonstäbchen oder Dreimonatsspritze ist.

Typische Beschwerden durch Einnahme künstlicher Hormone

Obwohl es zweifellos viele Frauen gibt, die diese künstliche hormonelle Veränderung gut vertragen, sehen wir auch in unserer Praxis, dass viele Frauen, die hormonell verhüten, unter Stimmungsveränderungen, Lustlosigkeit, deutliche Gewichtszunahme, Antriebsstörung, chronischer Müdigkeit und Libido-Verlust leiden. Mit Absetzen der hormonellen Kontrazeption erfahren sie meist eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden, die Gewichtszunahme ist oft jedoch irreversibel.

Heute erhalten viele junge Mädchen schon im Alter von 13 bis 14 Jahren die erste Verordnung der Pille vom wohlmeinenden Frauenarzt, oft auch auf Bitte besorgter Eltern. Neben Empfängnisverhütung sind Beschwerden wie Regelschmerzen, starke Blutungen, Zyklusunregelmäßigkeiten und Akne die häufigsten Begründungen der ersten Verordnung im jugendlichen Alter. Eine groß angelegte dänische Studie weist darauf hin, dass junge Mädchen oft schon zwei Monate nach Verordnung der hormonellen Kontrazeption wegen Depressionen einen Arzt aufsuchen und das Risiko, an Depressionen zu erkranken, noch nach Jahren erhöht ist. Eine weitere Studie zeigt, dass sich das Risiko eines Suizidversuches in dieser Personengruppe verdreifacht.

Pille aus der Sicht der Ayurveda Medizin

In der Ayurveda Medizin hat der Monatszyklus der Frau eine große Bedeutung. Er wird als etwas Wichtiges, fast Heiliges, im Leben der Frau betrachtet. Die Frau nimmt mit der Pubertät einen besonderen, unverwechselbaren Rhythmus ein, der dem Rhythmus des Mondes gleicht. Diesen Rhythmus zu unterdrücken, wie das bei der hormonellen Empfängnisverhütung der Fall ist, entspricht einer massiven Störung des natürlichen Gleichgewichts. Der Ayurveda Arzt ist verpflichtet, Frauen bei einer Störung dieser natürlichen Rhythmen mit Heilkräutern, Massagen und Ausleitungstherapien zu behandeln, um die Balance wieder herzustellen. Mit der Erfahrung von Jahrtausenden gibt es im Maharishi Ayurveda zuverlässige Methoden, um die Beschwerden von Pubertät, Wechseljahren, Monatsblutung und Schwangerschaft zufriedenstellend zu behandeln.

Unterdrückung natürlicher Rhythmen

Die Unterdrückung natürlicher körperlicher Vorgänge wird in den klassischen ayurvedischen Texten als eine der wichtigsten und gefährlichsten Ursachen von Krankheiten angesehen. Hormonelle Kontrazeption entspricht einer dauerhaften Unterdrückung natürlicher körperlicher Rhythmen und wird von Ayurveda Ärzten sehr kritisch gesehen. Vor allem bei chronischen Beschwerden, die keine eindeutige Ursache haben, ist ein Absetzen der hormonellen Kontrazeption ein häufig gegebener Rat, der meist in einer starken Verbesserung des Gesundheitszustands mündet.

Wie soll man verhüten?

In Zeiten von AIDS und anderen ansteckenden Krankheiten ist bei allen sexuellen  Erstkontakten eine mechanische Verhütung mittels Kondom absolut unverzichtbar.

Bei länger dauernden Beziehungen können andere mechanische Verhütungsmittel wie Gold- oder Kupferspirale eingesetzt werden. Inzwischen gibt es auch EDV-gestützte Verhütungsmethoden, die einen annähernd gleichen Empfängnisschutz wie die Pille anbieten.

Immer mehr junge Frauen und Mädchen werden sich auch der möglichen Folgewirkungen einer langdauernden hormonellen Verhütung bewusst und fordern von ihrem Frauenarzt statt Pille und Co. ein mechanisches Verhütungsmittel.

BUCHTIPP

Scheuernstuhl; Pille, Spirale und Co.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Buch „Pille, Spirale und Co.“ der Frauenärztin Dr. med. A.F. Scheuernstuhl, das nicht nur die Nebenwirkungen künstlicher Hormone, sondern auch alternative Lösungen zur Verhütung aufzeigt.

Finden Sie hier den Link zu den Original-Studien:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27680324
https://ajp.psychiatryonline.org/doi/abs/10.1176/appi.ajp.2017.17060616